![]() | Josefschule möchte ihren Schulhof naturnah umgestalten |
Die Josefschule an der Bruder-Konrad-Straße. |
Der Schulhof der Josefschule in Spexard soll ein neues Gesicht bekommen. „Gemeinsam mit der Ideenwerkstatt Lebenstraum e.V. wollen wir unser Gelände naturnah umgestalten“, sagte Schulleiterin Heidi Kleymann. In welchem Ausmaß dies stattfinden wird, hängt aber von den finanziellen Mitteln ab, die in den kommenden Jahren zur Verfügung stehen.
„Sicher ist, dass wir den schon vorhandenen Teil, der bis vor einiger Zeit von der Garten AG unter Leitung von Lehrer Bernd Kreklau betreut wurde, umgestalten“, sagte Kleymann. Die Finanzierung für die rund 400 Quadratmeter große Fläche ist bereits durch den Förderverein der Schule gesichert. Ob der gesamte Außenbereich, so wie im Modell geplant, neu gestaltet werden kann, hängt vom Engagement der 225 Schüler, deren Eltern, den Lehrern und nicht zuletzt von Sponsorengeldern ab. Diese werden zur Realisierung der Idee dringend benötigt, denn die Stadt Gütersloh kann keine außerplanmäßigen Mittel gewähren.
„Wir wollen mit unserer Arbeit den Aspekt der Naturwahrnehmung fördern. Dabei ist auch Bewegung ein wichtiger Punkt“, erläutert Markus Brand von der Ideenwerkstatt Lebenstraum die Ziele. Während des gesamten Prozesses von der Entstehung der Ideen bis hin zur Umsetzung und Weiterentwicklung steht das Team der Schule zur Seite. In einer ersten Planungswerkstatt haben Lehrer, Eltern und Schüler innerhalb von nur zwei Stunden zwei Modelle entwickelt, aus denen die Ideenwerkstatt Lebenstraum innerhalb der kommenden vier bis sechs Wochen gemeinsam mit dem Fachbereich Grünflächen der Stadt Gütersloh ein Zielkonzept erarbeiten wird. An Wochenende sollen die Eltern gemeinsam mit den Kindern am Projekt mitarbeiten. Sollten alle Ideen in die Tat umgesetzt werden können, sei mit einer Bauzeit von fünf bis sechs Jahren zu rechnen, so Brand. Bachläufe, Seilklettergärten, Mosaikwege, kleine Räume zum Zurückziehen und Felsenformationen in Amphitheaterform könnten so entstehen. „Wie viel wir davon wirklich umsetzen, können wir jetzt noch nicht sagen. Sicher ist aber, dass nicht alles durch Elternarbeit erfolgen kann. Nur mit Sponsorengelder lässt sich dies finanzieren“, sagte Brand. Auch die Höhe der Kosten lässt sich noch nicht beziffern. Da mit der Grünfläche der Garten AG bereits ein brauchbarer Bereich vorhanden ist, müssen die Lebenstraum-Planer nicht alles umkrempeln, sondern nur gezielt ergänzen.
Die Ideenwerkstatt Lebenstraum ist seit 1999 tätig und hat OWL-weit schon einige Projekte realisiert. Im Kreis haben sie den Schulhof der Michaelisschule und der Marienfelder Grundschule in ein naturnahes Erlebnisareal umgewandelt. (Neue Westfälische vom 3.3.2007)