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Ein Dorf im Festmarathon – Spexard feierte ein Jahr lang

 
Volles Haus: 800 Gäste feierten zum Auftakt der Feiertage im Festzelt. Dem ausrichtendem Verein ist es gelungen ein ganzes Dorf für das Jubiläum zu mobilisieren.

Das Jubiläumsjahr "925-Jahre-Spexard" ist auf der Zielgeraden und die Feierlichkeiten sind bald Vergangenheit. Der 2010 für die Durchführung gegründete Verein wird sich im kommenden Jahr wie geplant auflösen. Was bleibt, ist die Hoffnung, den Zusammenhalt der Ortsgemeinschaft in einer globaler werdenden Gesellschaft, gestärkt zu haben. "Die Besucher waren alle zufrieden und das war die Bestätigung für unsere Arbeit. Ich glaube, wir haben alles richtig gemacht", resümiert Hans-Jürgen Laue, der stellvertretende Vorsitzende und Festleiter des viertägigen Volksfestes. "Die Stimmung in Spexard war ein Jahr lang toll. Das war die Belohnung für unsere Arbeit." Der Jubiläumsverein ging gestärkt in das Jahr 2013. Die Arbeitskreise und der Vorstand hatten in unzähligen Versammlungen alles durchgesprochen und geplant. Die Silvesterparty am Spexarder Bauernhaus und im Zirkuszelt läutete das Jahr ein. "Ausverkauft", hieß es bereits vor Weihnachten und die 800 Besucher feierten eine einzigartige Party, die erst am Neujahrsabend mit den Aufräumarbeiten endete. Der Arbeitskreis "Silvester" um den unermüdlich wirkenden Richard Proske und sein recht junges Team hatten für das erste Ausrufezeichen gesorgt. Das Jubiläum war in aller Munde und im Frühjahr gingen die Veranstaltungen weiter. Sauberkeit und Ordnung standen am 9. März an. Die Müllsammelaktion der Spexarder vereinte mehr als 200 Saubermänner. Zum ersten Mal holten moderne Schatzsucher (Geo-Cacher) und Jäger gemeinsam mehrere Tonnen Unrat aus den Wäldern und Straßengräben.

 
Der Schulchor der Josefschule singt das zum Jubiläum geschriebene Spexard-Lied.

Frisch herausgeputzt wurde eine Woche später, am 17. März, der offizielle Teil im Spexarder Bauernhaus abgehalten. Der Landrat und die Bürgermeisterin sprachen die Grußworte und die Festrede hielt Vorsitzender Markus Schumacher. Nicht fehlen durften die Vereine und die Fahnenabordnungen. Schließlich bilden sie das Rückgrat der ehrenamtlichen Arbeit im südlichsten Gütersloher Stadtteil. Die Vereine verkauften nur wenige Wochen später die Fahrkarten für den Ausflug am 9. Mai in das Sauerland. 350 Spexarder fuhren per Bus nach Grevenstein und nach einer Sternwanderung wurde in der dortigen Schützenhalle gefeiert und sich auf die Spexarder Feiertage eingestimmt.
Der Höhepunkt sollte vom 6. bis zum 9. September auf dem Festplatz an der Lukasstraße folgen. Die Werbetrommel wurde kräftig gerührt und mehrere Tausend Menschen fanden an vier Tagen den Weg nach Spexard. Erstmals wurde wieder der Montag mit einbezogen. Eine Tradition die nur bei Jubiläen in Spexard gepflegt wird. Der Freitag gehörte den Einheimischen. Für Spexarder von Spexarder hieß das fast vierstündige von Rudolf Grote vorbereitete Bühnenprogramm. Im ausverkauften Festzelt schwitzen die Besucher bei mehr als 30 Grad Hitze und gingen begeistert nach Hause. Alle kamen sie wieder und nach dem Jugendabend am Samstag stand erstmals eine Festmeile auf der Bruder-Konrad-Straße an. Der Regen hörte nach dem ökumenischen Gottesdienst auf und einen Tag präsentierte sich auf rund 400 Metern alles was Rang und Namen hat in Spexard. Die 1. Spexarder Festmeile mit vielen Besuchern aus den Nachbargemeinden war reibungslos über die Bühne gegangen. Der Montag gehörte dann den Spexardern wieder. Beim Frühstück wurde sich gestärkt und Alleinunterhalter Heinrich Schulte-Brömmelkamp nahm einige der 500 Gäste auf die Schippe. "Mehr konnten wir nicht erwarten", denkt Hans-Jürgen Laue gerne an die Spexarder Feiertage zurück. Was bleibt vom Jubiläum sind die Erfahrungen, die Erinnerungen an die unbeschwerten Feierlichkeiten und die Restbestände des Festbuches.

Einen Rückblick auf das Jubiläumsjahr bietet auch die Internetseite www.925-jahre-spexard.de !



Letzte Änderung: 12. Oktober 2014