![]() | Jennifer Ibold und Vivien Schauren sind Fuchsmajore |
Das Fuchsschwanzgreifen bildete neben der Fuchsjagd eine weitere reitsportliche Einlage, die von zahlreichen Besuchern mitverfolgt wurde. Hier jagt die Meute gerade den Gäste-Fuchsmajor Jörg Frenz, um ihm den Fuchsschwanz von der rechten Schulter zu reißen. |
Eine stattliche Anzahl von 30 Reitern hat am Samstag für einen gelungenen Verlauf der traditionellen Fuchsjagd des Reitvereins Sundern-Spexard gesorgt. Seit Gründung des Vereines 1952 wird diese offene Veranstaltung durchgeführt, seit 1977 sogar jährlich.
Im Rahmen der Fuchsjagd des RV Sundern-Spexard, bei der die Reiter allerdings keinen echten Fuchs jagten und auch keine Hundemeute dabei hatten, ging es um einen sportlichen Ausritt im Gelände. Am Ende des Reitausfluges ritten dann die Teilnehmer, zur Freude der zahlreichen Besucher, den neuen Vereinsfuchsmajor des RV Sundern-Spexard sowie den Gäste-Fuchsmajor aus. Dazu wurden dem alten Gästefuchsmajor Jörg Frenz, der in Vertretung für Nina Gaisendrees (vom RV Ravensberg aus Borgholzhausen) aufs Pferd gestiegen war und der scheidenden Vereinsmajorin Laura Kubiessa jeweils ein Fuchsschwanz an die rechte Schulter geheftet.
Die zwei neuen Fuchsmajore sind Vivien Schauren (links) und Jennifer Ibold. |
Nach einer Startaufforderung versuchten die Meutereiter dann, den Majoren während des Ritts von der linken Seite angreifend den rechts an der Schulter angehefteten Fuchsschwanz abzureißen. Dabei mussten sie bestimmte Richtlinien einhalten. So durfte zum Beispiel der Fuchsmajor nicht von vorne angeritten werden.
Am geschicktesten erwiesen sich dabei die 15-jährige Vivien Schauren vom RV Reckenberg-Wiedenbrück mit ihrem Schimmel »Taifun«, die neue Gästefuchsmajorin wurde, sowie Jennifer Ibold, die mit ihrem Pferd »Samurai von de Browershoven« neue Vereinsmajorin des rund 600 Mitglieder starken Reitervereins Sundern-Spexard wurde.
Den musikalischen Part der Fuchsjagd, die abends mit einem Reiterball den Höhepunkt fand, übernahmen 20 Musiker der Jagdhornbläserformation »Bunte Strecke 78« aus Gütersloh. Unter der Leitung von Wilhelm Spanner bereicherten die Bläser den Ausritt und das Fuchsschwanzgreifen mit jagdlichen Signalen und Märschen. Als kleine Erinnerung erhielten Reiter und Musiker kleine Eichensträußchen.
(Westfalenblatt vom 09.10.2007)