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Heimatpreis nach Isselhorst und Spexard

 
Übergabe des ersten Gütersloher Heimat-Preis: Moritz Toppmöller und Maik Hollenhorst von der Schützenbruderschaft St. Hubertus Spexard, Bürgermeister Norbert Morkes, Lena Jeckel und Michael Deppe von der Stadt Gütersloh, sowie Heinrich Schröder und Hans-Walter Schomann vom Dorf- und Heimatverein Isselhorst.

Mit dem Heimat-Preis 2020 der Stadt Gütersloh wurden jetzt der Dorf- und Heimatverein Isselhorst e.V. (1. Platz) und die Schützenbruderschaft St. Hubertus Spexard e.V. (2. Platz) für ihr herausragendes Engagement für die Ortsteile bei einer kleinen Preisverleihung unter Corona-Bedingungen gewürdigt. Die Auszeichnung wurde 2020 erstmals von der Stadt Gütersloh ausgeschrieben. „Die Vereine in den Gütersloher Ortsteilen machen eine ganz wichtige Arbeit“, betonte Bürgermeister Norbert Morkes bei der Preisübergabe. „Ihre Arbeit kann nicht genügend wertgeschätzt werden.“ Beide Vereinen wurden mit der Auszeichnung für ihr lokales Engagement im Ortsteil und die Umsetzung nachahmenswerter Projekte im Bereich Heimat ausgezeichnet. Für den ersten Platz erhält der Dorf- und Heimatverein Isselhorst 3000 Euro, als zweiter Preisträger erhalten die Spexarder Schützen 2000 Euro. Lena Jeckel, Leiterin des städtischen Fachbereichs Kultur, legte den Vereinen außerdem ans Herz, sich mit Anliegen für künftige neue Projekte an die Stadtverwaltung zu wenden, um Hilfe oder Kontaktmöglichkeiten in Anspruch zu nehmen: „Uns ist der direkte Kontakt zu den Ansprechpartnern vor Ort sehr wichtig und wir versuchen Sie bestmöglich zu unterstützen.“ Der Auszeichnung war ein Bewerbungsverfahren vorausgegangen, bei dem alle Gütersloherinnen und Gütersloher die Möglichkeit hatten, Vorschläge für Preisträger bei der Stadt einzureichen. Eine fünfköpfige Fachjury identifizierte einstimmig die beiden Preisträger. Mit seinem einstimmigen Beschluss folgte der Rat der Stadt Gütersloh im November den vorausgegangenen ebenfalls einstimmigen Empfehlungen des Ausschusses für Kultur und Weiterbildung. Das Preisgeld in der Gesamthöhe von 5000 Euro wird vom Ministerium für Heimat, Kommune, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen einer landesweiten Förderinitiative zur Verfügung gestellt.

Der Dorf- und Heimatverein Isselhorst (mehr als 300 Mitglieder) überzeugte mit seiner Bewerbung rundum. So lobte die Jury in ihrer Begründung: „Die ehrenamtlichen Vereinsaktivitäten erstrecken sich in einer beeindruckenden Vielfalt über sechs Abteilungen. Es gelingt dem Verein mit seinen Aktivitäten die Dorfgeschichte lebendig zu halten, Traditionen zu vermitteln und zugleich in die Zukunft zur orientiert zu sein.“ Insbesondere wurde das Projekt Isselhorster Stelen, das beispielhaft für die zukunftsorientierte Vermittlung historischen Heimatwissens steht, gewürdigt. Die aus typischen Materialien der Isselhorster Industriegeschichte gebauten Stelen informieren an 24 Punkten im Kirchspiel über historische Bauwerke. Außer einer Abbildung befindet sich auf jeder Stele ein QR-Code, der Interessierte mit Smartphone auf die Webseite des Dorf- und Heimatvereins leitet, wo weitere Informationen aufbereitet sind.

Die Schützenbruderschaft St. Hubertus Spexard (rund 1050 Mitglieder) als zweiter Preisträger des Gütersloher Heimat-Preises 2020 zeichne sich ebenfalls durch „eine aktive Verankerung im Ortsteil, die kontinuierliche Pflege heimatverbundener Tradition und hier in besonderem Maß durch generationsübergreifende und innovative Angebote aus“, begründet die Jury. Im „Corona-Jahr 2020“ mussten mehrere Traditionsveranstaltungen im Vereins- und Stadtteilkalender ausfallen. Als Alternativen hat die Schützenbruderschaft kurzfristig Projekte auf die Beine gestellt. Zum einen wurde als Ersatz für ein geplantes Sommerferienlager für 24 Kinder kurzfristig ein Vor-Ort-Ferienprogramm umgesetzt. Zum anderen wurde ein „Alternatives (Online-)Schützenfest“ organisiert. Ein besonderes soziales Projekt ist seit 2018 die Aktion „Hilfsspechte“: Ein Zusammenschluss von rund 30 Vereinsmitgliedern hilft unbürokratisch und kostenlos Mitbürgern in besonderen Lebenslagen. (Quelle: Stadt Gütersloh)



Letzte Änderung: 6. Juni 2021