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Grußwort von Bürgermeisterin Maria Unger

Sehr geehrter Herr Thiesbrummel,
sehr geehrte Veranstaltergemeinschaft der Spexarder Gewerbeschau,
sehr geehrte Herren und Damen!

Ich freue mich, Sie zur Eröffnung der zweiten Spexarder Gewerbeschau begrüßen zu können. Als Bürgermeisterin der Stadt Gütersloh finde ich es großartig, dass es den Veranstaltern wieder gelungen ist, eine vielfältige Leistungsschau der in Spexard ansässigen Betriebe zu organisieren. Auch diesmal hat es geklappt, das gesamte Ausstellungsgelände mühelos mit mittlerweile 71 Betrieben zu füllen. Dafür haben die Veranstalter – wie ich finde – einen besonderen Applaus verdient.

Im Hinblick auf den heutigen Tag habe ich noch einmal die Erfahrungen der ersten Gewerbeschau Revue passieren lassen. Vor etwa vier Jahren hatte die Veranstaltergemeinschaft - trotz oder gerade wegen der damals konjunkturell schwierigen Situation - den Mut, etwas Neues zu probieren. In meiner Rede damals hatte ich bereits das Engagement gelobt und den Veranstaltern hohe Besucherzahlen gewünscht. Was dann an den beiden Tagen hier vor Ort passierte, hat zumindest meine Erwartungen deutlich übertroffen. Eine ansprechende Präsentation der Spexarder Firmen und ein gelungenes Rahmenprogramm haben dafür gesorgt, dass an beiden Tagen einige 1000 Besucher das Gelände geradezu überflutet haben. Es herrschte ein reges Treiben, und ich hatte den Eindruck, dass sowohl Aussteller als auch Besucher diese Gewerbeschau in allerbester Erinnerung behalten werden.

Nun erleben wir eine Neuauflage dieser gelungenen Veranstaltung. Allerdings musste dem hohen organisatorischen Aufwand einer solchen Messe Rechnung getragen werden, da ja alle Veranstalter noch eine eigene Firma zu leiten haben und diese Gewerbeschau quasi nebenher und ohne eigenes Gewinnstreben auf die Beine gestellt wird. Insofern hat es doch vier Jahre gedauert bis wir die zweite Spexarder Gewerbeschau erleben dürfen.

Sicherlich ist einiges dieses Mal einfacher gewesen. So hatte man schon Erfahrungen mit dem Gelände, und eine gut gelaufene erste Veranstaltung hilft natürlich, auch andere Firmen von der Idee einer Gewerbeschau zu überzeugen. Insofern kann ich nur wiederholen, was ich damals schon gesagt habe: Mit einer solchen Anzahl an lokalen Anbietern wird auch den Verbrauchern gezeigt, dass viele leistungsfähige, auch kleinere Firmen in unmittelbarer Nachbarschaft sitzen.

Wir haben jahrelang erlebt, wie die bloße Fokussierung auf den günstigsten Preis dazu geführt hat, dass große Anbieter mit entsprechender Werbung zumindest den Anschein erweckt haben, dass sie die billigsten sind. Ob das wirklich immer das günstigste Angebot gewesen ist, muss sich häufig aber erst noch erweisen. Denn gerade die kleinen Anbieter vor Ort sind oft im Hinblick auf den Preis nicht wirklich teurer – und bezüglich des Service häufig besser.

Hinzu kommt, dass sich das konjunkturelle Umfeld in den letzten Monaten doch deutlich verbessert hat. Das spiegelt sich mittlerweile auch in den Beschäftigtenzahlen wider. So haben wir in der Stadt Gütersloh im abgelaufenen Jahr 2006 per Saldo 1700 neue sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse registrieren dürfen. Damit haben wir nahezu wieder den Höchststand des Jahres 2000 erreicht, so dass wieder mehr Menschen über ein geregeltes Einkommen verfügen. Auch die Arbeitslosenquote liegt in der Region wieder unter sieben Prozent. Insofern sind die Zeichen wieder deutlich positiver.

Gleichwohl möchte ich auch hier die Chance nicht ungenutzt lassen, für ein zentrales Anliegen von Verwaltung und Politik erneut zu werben. Wie Sie vielleicht wissen, leben wir in einer vergleichsweise jungen Region. Im Jahr 2020 wird Ostwestfalen-Lippe, wenn man den Prognosen glauben darf, die „jüngste“ Region in Deutschland sein.

Und der Kreis Gütersloh hat dabei wiederum eine besondere Bedeutung. Hier sind sogar noch weitere Zuwächse der Bevölkerungszahlen für die nächsten Jahre prognostiziert. Die Stadt Gütersloh steht an herausragender Stelle, da mehr als jeder dritte Arbeitsplatz im Kreis hier in der Stadt angesiedelt ist. Die Zahl der Lehrstellensuchenden nimmt auch die nächsten Jahre weiter zu.

Insofern geht mein Appell an alle Unternehmer und Unternehmerinnen, hier immer wieder zu prüfen, ob zusätzliche Ausbildungsmöglichkeiten bestehen. Durch die passgenaue Vermittlung über unsere Übergangscoaches beim Fachbereich Jugend oder die Bemühungen der GT aktiv GmbH und der Arbeitsagentur klappt mittlerweile auch das Zusammenführen von Angebot und Nachfrage deutlich besser.

Ich wünsche vor allem den Veranstaltern, dass sich der Aufwand - wie bei der ersten Gewerbeschau - lohnt. Den Ausstellern wünsche ich interessante und erfolgreiche Tage und allen Besuchern viel Spaß auf dieser interessanten Veranstaltung. Dann – da bin ich sicher – wird es auch eine dritte Spexarder Gewerbeschau geben.

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Letzte Änderung: 25. April 2007