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Heimatverein Spexard blickt aufs nächste Jubiläum

 
1790 entstanden die ersten Karten von Spexard. Silva Schröder zeigt auf die Autobahn, die sich wie ein gelbes Band hindurchzieht, rechts Konrad Geisenhanslüke, Christian Janzen und Vorsitzender Werner Stüker.

Im Jahr 2013 kann der Ortsteil Spexard sein 925-jähriges Bestehen feiern. In der Hauptversammlung des Heimatvereins wurde am Dienstagabend angeregt, dieses beeindruckende Jubiläum gebührend zu feiern.
Vorsitzender Werner Stüker berichtete zunächst von den traditionellen Veranstaltungen des Vereins. Sie wurden im vergangenen Jahr gut angenommen und brachten leichte Überschüsse in die Kasse. Ebenso die Bewirtschaftung des Bauernhauses. Kassierer Konrad Geisenhanslüke konnte das vergangene Jahr mit einem geringen Ertrag abschließen. Manfred Stöhr hat einige Hausmeisterdienste im Bauernhaus übernommen. Er soll Nachfolger von Hanspeter Limann werden. Die lange geplante Remise am Gebäude soll passend zum Spexarder Schützenfest fertiggestellt sein. Ihre Fundamente sind bereits gegossen. »In den nächsten Wochen wird der Aufbau folgen«, sagte der Vorsitzende. Er geht davon aus, dass es ein schönes Objekt werden wird. Der Heimatverein trägt ein Drittel der anfallenden Kosten.
Unter dem Titel »1000 Jahre wie ein Tag« wird Maria Schlelein am 19. März über die Entwicklung des Verler Landes berichten. Dabei greift die Autorin auch die Geschichte des Bauernhauses und seiner Bewohner auf. Das Gebäude zählt zu den neun Denkmalen Spexards. Weitere sind der Meierhof Spexard, der Hof Bürenheide, Grundmeiers Mühle, ein Speicher an der Neuenkirchener Straße, das Kriegerdenkmal, der Bildstock am Plümers Weg, das Hofkreuz in der Worth und ein Deelentor an der Osningstraße.

Ulrich Paschke, der über den Denkmalpflegeplan referierte, hatte zudem Nachdrucke der ersten Karte des Ortsteils aus dem Jahre 1790 aufgehängt. Sie zeigten die historische Entwicklung und erhaltenswerte Elemente, besonders Hofstellen und Grünelemente. Ein Modell des Stadtteils, etwa zwei mal 1,30 Meter groß, soll in den beiden Grundschulen angefertigt werden. Dies plant der Arbeitskreis Jugend. Es soll die Kinder anregen, sich mit ihrer Umgebung zu beschäftigen.
Der Heimatverein hat mittlerweile fast 400 Mitglieder, das jüngste ist erst elf Wochen alt, das älteste 95 Jahre. Die Internetseite des Vereins wurde im vergangenen Jahr 70 000 Mal aufgerufen. »Die Arbeit wird wertgeschätzt«, freute sich Schriftführer Christian Janzen. 7500 Veranstaltungskalender wurden in den Haushalten verteilt.
Ostern (12. April) wird wieder das schon längst traditionelle Osterfeuer vor dem Bauernhaus angezündet. Die diesjährige Wanderung soll am 20. Juni zur Kaserne an der Verler Straße führen, möglichst mit Besichtigung der Anlagen.
Führungen in den Gewölben der Sparrenburg und ein Besuch der Ravensburg sind für den 20. September geplant. Im Oktober finden Trödelmarkt, Musikfrühschoppen und literarischer Abend statt, im November schließlich der bunte Heimatabend.
(Westfalenblatt vom 05.03.2009)



Letzte Änderung: 21. Juni 2009