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Generalkonsulin besucht die Portugiesische Vereinigung

 
Die Glückwünsche zum 50. Geburtstag nahm Vereinsvorsitzender Nuno Silvestre (v.l). von der Generalkonsulin Lídia Nabis und Bürgermeister Norbert Morkes entgegen.

Die Portugiesische Vereinigung von Gütersloh (APG) begrüßte zur Jubiläumsfeier anlässlich ihres 50. Geburtstags diplomatischen Besuch aus Düsseldorf. Die Generalkonsulin Lídia Nabais war aus dem Konsulat nach Ostwestfalen gereist. „Die Portugiesen in Gütersloh sind ein sehr gutes Beispiel für die Integration und Werbung für unser Land. Sie zeigen den Bürgern ein bisschen Portugal“, lobte Nabais das Engagement ihrer Landsleute in der Dalkestadt. Die Diplomatin ist seit gut einem Jahr die Ansprechpartnerin ihres Landes für die 39.000 Portugiesen in Nordrhein-Westfalen. Die meistern Portugiesen in Deutschland leben zwischen Rhein und Weser. „Ich bin nicht das erste Mal in Gütersloh“, verrät die Regierungsangestellte, die ihren offiziellen Antrittsbesuch bei Bürgermeister Norbert Morkes im vergangenen November machte. „Ich bin gerne wieder gekommen, um meinen Landsleuten zu gratulieren. Seit 1964 arbeiten und leben Portugiesen in Deutschland. Damals hat es die ersten Verträge zwischen beiden Ländern gegeben, weil in Deutschland Arbeitskräfte gesucht wurden.“ Die Portugiesen bereichern Gütersloh und Umgebung seit Jahrzehnten. Auch wenn die Gemeinschaft geschrumpft ist, bleibt sie ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens.

Beim kleinen Jubiläumsfest war der Geist der Seefahrernation wieder einmal zu spüren. Ihre christlichen Spuren vergaßen die Portugiesen bei ihrem Jubiläum nicht. Mit einem Gottesdient in der St. Bruder-Konrad-Kirche begannen die Feierlichkeiten. Dort, wo einst die Vertreter der Gemeinde mit dem Pfarrer Josef Davits die Portugiesische Gemeinschaft auf den Weg brachten, zelebrierte Pastor Antonio Perreira de Araujo aus Dortmund eine Messe in der Muttersprache. An den unvergessenen Pastor Davits, der wie kein anderer das Miteinander der Katholischen Kirche mit der Portugiesischen Vereinigung lebte, wurden zum Jubiläum noch viele Erinnerungen wach. „Der hat mich in der alten Bruder-Konrad-Kirche getauft“, berichtete ein Portugiese. Die Erinnerungen wurden diesmal nicht mit der portugiesischen Küche wach. Von einem Grillwagen kamen Bratwurst, Grillfleisch und Pommes auf den Teller. Unter der Einhaltung der Drei-G-Regel verlebten die Portugiesen und ihre deutschen und britischen Freunde einen Jubiläumsabend. Ein Vorbild ist Portugal bei den verabreichten Impfungen gegen das Corona-Virus in der Welt. Mehr als 83 Prozent sind auf dem kleinsten Teil der iberischen Halbinsel geimpft und damit gehört das Land zur Weltspitze im Kampf gegen das Virus. „Das gehört bei uns zu den Bürgerpflichten. Vor über 50 Jahren sind viele Kinder in unserem Heimatland gestorben, weil es kaum Impfangebote gab“, wurde am Rande der Feierlichkeiten erzählt.



Letzte Änderung: 29. September 2021