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Zum 30. Mal: Heimatabend in Spexard

 
Im Volksstück der Vaterschaftstest überzeugten Simon Hecker (v.l.), Agnes Koch und Ralf Settertobulte das Publikum im Spexarder Bauernhaus.

Der Spexarder Heimatabend hat die Corona-Zwangspause unbeschadet überstanden und ist mit neuem Schwung vor und hinter den Kulissen auf die Bühne im Bauernhaus zurückgekehrt. Neben vielen Lachmuskeln flossen am Ende der dreimal ausverkauften Veranstaltungen kleine Tränen, weil Moderatorin Ingrid Hollenhorst nach 30 mitorgansierten Theaterabenden als Miss Heimatabend verabschiedet wurde. „Es war mir eine Ehre“, bedankte sich Hollenhorst beim Publikum und stellte mir Madeleine Lewike gleich ihre Nachfolgerin vor.
Auf der Bühne starteten die Messdiener von Bruder-Konrad und die Jungschützen von St. Hubertus ein Fernseh-Potpourri. Wie unterhaltsam ein Feierabendprogramm in Corona-Zeiten sein kann stellte das Leitungsteam um Jan Kleinegräber, Phil Kahlert, Klara Niggenaber, Cai Nolding und Madlen Wullenkord in einem selbst geschriebenen Programm vor. Als Schlagesänger uns Co. wussten die zwei Dutzend Akteure zu überzeugen.

 
Verabschiedung: Die Moderation geht nach 30 Heimatabenden von Ingrid Hollenhorst (l.) auf Madeleine Lewike (r.) über.

Als überzeugender Hauptdarsteller wusste nach vierjähriger Pause Ralf Settertobulte - wie so oft auf dem Spexarder Bühnenparkett und im Karneval - zu überzeugen. Als Bürgermeister und Landwirt Fritz Weidemann spielte er eine Dorfgröße, die durch einen Vaterschaftstest fast zum Wahnsinn gebracht wurde. In dem Volksstück „Der Vaterschaftstest“ von Marc Kuentz hatte die Theatergruppe des Heimatvereins den neunzigminütigen Schwank unter der Regie von Beate Pollmeier aufgeführt.

Die Ehe des wohlhabenden Bauern Fritz und seiner Frau Maria (Agnes Koch) ist kurz vor der Silberhochzeit zu einer Routine geworden. Maria wundert sich, dass sich ihr Gatte plötzlich wie ein eifersüchtiger Gockel gebärdet. Die Tochter Gisela (Simone Stüker) ist erwachsen und hat allen Grund, sich über ihren Vater zu ärgern. Denn der angesehene Gemeinderat zweifelt auf einmal die Vaterschaft an. Dass da sein bauernschlauer Freund Franz Klein (Alexander Nolting) die Finger im Spiel hat, und außerdem die schwerhörige Oma Anna Mooswasen (Kerstin Krebs) zu einer Reihe von Missverständnissen beiträgt, klärt sich erst zum Schluss, als Fritz schon fast beschlossen hat, nach Afrika auszuwandern. Die von Franz Klein im Labor geprüfte Haarprobe stellt sich am Ende als die von Bernd Hauser (Simon Hecker), dem Freund von Gisela heraus. Der Vater von Bernd, der Schorsch Hauser (Eckhard Westerbarkei), war früher der beste Freund von Fritz Weidemann und ist seit Jahren zerstritten mit seinem Kumpel aus Jugendzeiten. Mit Else Meister (Petra Stelter), der besten Freundin von Maria Wiedemann, bandelt er an und die beiden werden ein Paar. Einen Heiratsantrag hat auch Bernd seiner Gisela gemacht. Die beiden Bauern Fritz und Schorsch begraben das Kriegsbeil und die beiden Bauernhöfe sollen von Bernd verwaltet werden.



Letzte Änderung: 15. November 2021