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Niggenaber übergibt Taktstock an Christoph Wiemann

 
Rollentausch: Im März übernimmt Christoph Wiemann (25, rechts) von Jörg Niggenaber (50) die Leitung des Musikzuges Spexard. Der bisherige Dirigent setzt sich dann mit seiner Trompete ins Orchester.

Christoph Wiemann hat nach einer Banklehre gemerkt, dass seine Welt die Musik ist. Im März übernimmt der 25-Jährige die Leitung des Spexarder Musikzugs. Vom Vorgänger Jörg Niggenaber weiß er allerdings, dass man es als Dirigent nicht nur musikalisch drauf haben muss. ABBA hat es bereits 1977 in die Welt hinaus posaunt: „Thank you for the Music“. Für viele Menschen ist Musik weitaus mehr als bloßer Zeitvertreib. Das Erklingen der Noten steht für Lebenslust, Freude, Trost und ist für viele Menschen eine feste Säule in ihrem Leben. Manch Glücklichem weist sie sogar seinen Platz im Leben. Als ABBA vor 43 Jahren mit ihrer Ode die Charts stürmten, war Christopher Wiemann noch nicht auf der Welt. Dennoch unterschreibt der 25-Jährige die Botschaft: „Musik hat mein Leben geprägt. Ich hab mein ganzes Leben lang Musik gemacht. Wenn ich keine Musik machen würde, wüsste ich nicht, dass mir definitiv etwas fehlt.“ Motiviert von den Erfahrungen als stellvertretender ehrenamtlicher Leiter des Musikzuges Spexard, hat der 25-Jährige seinem Berufsleben noch einmal eine neue Richtung gegeben. Ergebnis: Im März übernimmt er die Leitung des Orchesters.

Nachdem in ihm nach abgeschlossener Bankausbildung die Erkenntnis reifte, „das ist es nicht“, studiert er jetzt Musik auf Grundschullehramt. In diesem Rahmen vermittelt der gebürtige Gütersloher momentan als Vertretungslehrer an einer Avenwedder Grundschule das Interesse an Noten und Liedern. Ein Leben ohne Musik sei „nicht vorstellbar“. Ein Leben ohne Ehrenamt jedoch ebenso wenig. Seit über zehn Jahren zählt Christoph Wiemann bei Proben und Auftritten zu den Aktiven des Musikzugs Spexard, nebenbei fördert er als ehrenamtlicher Musiklehrer die Ausbildung junger Talente des Zuges. Seit Anfang 2020 führt der Tenorhorn-Spieler mit dem seit 1790 ausgeübten Nachtsanggeläut auch die nachweislich älteste Gütersloher Tradition fort. Gemeinsam mit Mutter Anke (54) und Vater Claus (54) gehört Christoph Wiemann zu den drei Novizen, die die hohe Kunst des Musizierens mit Kirchenglocken erlernen. Diese „unfassbare und unheimliche Prägung“ führt der Musiker neben der musikalischen Früherziehung primär auf den 2006 erfolgten Eintritt in den Spexarder Musikzug zurück: „Wenn ich den Schritt ins Orchester nicht gemacht hätte, wäre ich nie so krass musikalisch entwickelt worden.“ Aus Verbundenheit und Dankbarkeit fügt der angehende Musiklehrer seinem Leben darum ein weiteres Ehrenamt hinzu. Im März übernimmt er von Jörg Niggenaber (50) mit dem Dirigentenstab auch die Verantwortung für die rund 60 Musikerinnen und Musiker. Sein ehemaliger Trompetenlehrer und befreundeter Lehrmeister hatte das dem Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Gütersloh angehörende Orchester 1993 im Alter von 23 Jahren übernommen. Damals mit 12 oder 13 Musikern. Heute spielen gut 60 Damen und Herren zwischen 14 und 77 Jahren bei rund 40 bis 50 Veranstaltungen im Jahr unter seiner Leitung auf. Als feste Größe im Ort gibt der Musikzug bei allen kirchlichen und gesellschaftlichen Anlässen (Schützen-, Gemeinde-, Pfarr- und Vereinsfesten sowie Heimatabenden) mit einem bunten Repertoire aus Kirchenliedern, Klassikern, Volksmusik und Zapfenstreich den Ton an.

 
Der Musikzug Spexard ist unter der Leitung von Jörg Niggenaber zu einem großen Klangkörper angewachsen und genießt ein hohes Ansehen.

Die Musik bleibt auch beim scheidenden Dirigenten fester Bestandteil seines Lebens. Ohne Wehmut setzt sich der gebürtige Spexarder als Orchestermitglied in die Reihen. Er freue sich „auf die Zeit, in der ich nur noch Trompete spielen kann.“ Die Zeit sei jetzt einfach reif für den seit 2014 langfristig eingeläuteten Wechsel. Jörg Niggenaber: „Ich kann gut abgeben und freue mich, dass Christoph es nun macht.“

Die in seinen 23 Jahren mit angestoßene Aufbauarbeit hätte das Orchester mächtig vorangebracht. Jörg Niggenaber: „Der Zug hat sich immer weiter entwickelt, wir bieten musikalische Früherziehung, Blockflöten-Unterricht oder das Vororchester als Schritt ins Orchester an. Wenn nicht jetzt, wann dann.“ Damit dies so bleibt, die Musik weiterhin das Menschen verbindende Element bildet, hat der Nachfolger zwei prägende Leitsätze seines Vorgängers übernommen: „Übertrage nicht Deine eigenen Ansprüche auf den Zug“, lautet der eine; „Du bist Entertainer, Motivator, Unterhalter, musst die Leute bei Laune halten, damit sie gerne zur Probe kommen“ der andere. Dies gelinge am besten „mit Spaß, dummen Sprüchen oder gemeinsamen Ausflügen.“ Nach Jörg Niggenabers Erfahrungen „wollen die meisten nicht fünf Stunden am Tag üben, wie ich es gemacht habe. Die wollen Musik machen, ja, aber auch die Gemeinschaft leben“. Exakt dieser Faktor hat den neuen Orchesterchef zur Amtsübernahme bewogen. Die rund fünf Wochenstunden freiwilliger Arbeit im Orchester bedeuten aus seiner Sicht weitaus mehr, als zur Probe und anschließend wieder nach Hause zu fahren. Viel mehr „pflegt man Kontakte, trifft sich in der Freizeit, schließt Freundschaften, macht Quatsch zusammen.“ Das mache „total Spaß“, sorge für Antrieb. Für die Motivation sind auch Bestätigung, Anerkennung, Resonanz seitens der Zuschauer unerlässlich. Jörg Niggenabers schönster Lohn war immer „das, was man von den Zuschauern, den Kindern, den Jugendlichen, den Erwachsenen, aber auch den Leuten im Orchester zurück bekommt“. Da stimmt ihm sein Nachfolger gerne zu: „Die Wertschätzung, die Freude der Menschen motivieren mich total.“ Als Beispiel wählt der Dirigent eine Geschichte vom Adventsblasen 2018, bei dem Sonntag früh um 5.30 Uhr eine ältere Dame Freudentränen in den Augen hatte. Christoph: „Für genau so etwas mache ich das. Für genau diese Momente bin ich am 4. Advent um 5 Uhr aufgestanden.“ Beide bekennen: „Die Musik ist für uns zum Lebensinhalt geworden. Es macht Spaß, weil man einen Sinn darin sieht. Dann wird es automatisch mehr.“ Oder um mit ABBA zu sprechen: „Thank you for the music“. (Jens Dünhölter)



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