![]() | Kreisel an Neuenkirchener Straße Mitte November fertig |
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Der Kreisverkehr im Bereich Neuenkirchener- und Bruder-Konrad-Straße in Spexard soll Autofahrer und Anwohner zukünftig entlasten. Die Kosten: 608.000 Euro. |
Etwa vier Wochen müssen sich Autofahrer und Anwohner noch gedulden, dann soll der neue Kreisverkehr in Spexard fertig sein. Die Bauarbeiten verzögern sich demnach um gut 14 Tage. Sven Johanning als Sprecher des Landesbaubetriebs Straßen.NRW nannte dafür gestern zwei Gründe: Ein unter der Bruder-Konrad-Straße zur Neuenkirchener Straße verlaufender Kanal habe auf einer Länge von etwa 60 Metern verlegt werden müssen, da die alten, wohl aus den 1960er Jahren stammenden Betonrohre den neuen Fahrbahn-Aufbau nicht mehr getragen hätten. Somit sei »in einem Abwasch« gleich ein neuer Kanal in den Boden gebracht worden. Als zweiten Grund führte der Sprecher erst bei den Bauarbeiten entdeckte, durch Regen ausgewaschene Teer-Rückstände im Schotter unter der Neuenkirchener Straße an. Das Material sei noch bis vor etwa 50 Jahren im Straßenbau verwendet worden, dann aber wegen seiner Giftstoffe durch Asphalt ersetzt worden. Daher habe der durch den Teer kontaminierte Schotter ausgekoffert und fachgerecht entsorgt werden müssen, erläuterte Johanning.
Die am Montag, 22. August, gestarteten Bauarbeiten am neuen Kreisverkehr (Durchmesser: 32 Meter) indes befinden sich in der Endphase: Nach Informationen von Johannings Kollege Frank Linke (50, Abteilung Bau-Überwachung) werden bereits die Bordsteine und Rinnenränder gesetzt. Auch würden aktuell die vier Fahrbahnteiler an den Ausfahrten gebaut, die behindertengerecht seien und über spezielle Noppenwege für blinde Fußgänger verfügten. Die Kosten des Kreisverkehrs beziffert Linke auf 608.000 Euro. Erste Pläne zu dieser Kreuzungsvariante an der viel befahrenen Neuenkirchener Straße hatte es bereits vor gut 15 Jahren gegeben. (Westfalenblatt vom 14.10.2016)