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Heimatverein stellt die zweite Schulchronik online

 
Die Aloysius-Schule wurde später in Edith-Stein-Schule unbenannt und dient heute als Kindertagestätte. Die Aufnahme entstand 1987.

Der Arbeitskreis „Geschichtswerkstatt“ des Heimatvereins Spexard sein nächstes Projekt online. Nach der Schulchronik der Canisius-Schule ist auf www.spexard.de jetzt die Chronik der 1927 fertiggestellten Aloysius-Schule einsehbar. Nach 1900 erlebte die Industrie im deutschen Kaiserreich und im Kreis Wiedenbrück einen großen Aufschwung. Der Bau der Köln-Mindener-Eisenbahn, der Teutoburger Waldeisenbahn und der Ausbau der Straßen brachten einen Aufschwung in das bis dahin beschauliche Spexard. Im Osten der Gemeinde siedelten sich Arbeiterfamilien an. Die Schulkinder hatten weite Wege bis zur Schule I (Canisius-Schule) zurückzulegen oder waren wegen des Platzmangels in der Schule in Avenwedde untergebracht. Die Gemeinde beschloss daher 1925 den Bau einer weiteren Schule. Die Schule II wurde in den Jahren 1926 und 1927 im nordöstlichen Teil Spexards (heute Im Lütken Ort 44, 33334 Gütersloh) mit einem Kostenaufwand von rund 33.000 Reichsmark gebaut. Das 5.000 Quadratmeter große Grundstück stellte die Witwe Sagemüller (Spexard Hausnummer 27) für 3.000 Reichsmark zur Verfügung). Die Bauleitung hatte der Architekt Kunze aus Gütersloh. Die neue Schule wurde nach dem Heiligen Aloysius von Gonzaga benannt Der Neubau konnte am 10. Mai 1927 bezogen werden. 1927 unterrichtete Hauptlehrer Alois Weweler kurz an der neuen Schule. Vom 1. April 1928 bis zum Sommer 1951 leitete Konrad Kleinerüschkamp die Aloysius-Schule. Unvergessen bleibt der langjährige Schulleiter Josef Bolte.

 
Das Foto zeigt die Schulkinder des 1. und 2. Jahrgangs 1952.

Das Schulgebäude hatte zunächst einen Klassenraum und eine Lehrerwohnung. Zwei weitere Klassenräume und eine zweite Lehrerwohnung wurden 1951 angebaut. Die Schule erlebte 1972 die dritte Bauperiode. Wegen steigender Schülerzahlen musste 1972 ein Pavillon mit drei Klassenräumen gebaut werden. 1987 wurden die Wohnräume im Erdgeschoss für ein zusätzliches Klassenzimmer sowie für einen Medienraum ausgebaut und im Obergeschoss die Verwaltungsräume durch den Ausbau der ehemaligen Lehrerwohnung erweitert. Bereits Anfang der 1960erJahre war über einen Neubau und eine Erweiterung der Schule diskutiert worden. Am 19. Dezember 1963 hatte der Gemeinderat endgültig entschieden, dass die neue Schule auf einem Grundstück an der Franz-Grochtmann-Straße gebaut werden sollte. Nach der Fertigstellung des neuen Gebäudes zog die Schule 1967 um und die alte Aloysius-Schule stand bis 1969 leer. Erst als es aufgrund der der Neuordnung des nordrhein-westfälischen Schulwesens 1968 zur Teilung der Volksschule in Grund- und Hauptschule kam, wurde die ehemalige Volksschule Im Lütken Ort als katholische Grundschule (1. - 4. Jahrgang) unter dem neuen Namen Edith-Stein-Schule im Schuljahr 1969 / 1970 eröffnet. Der Name der Edith-Stein-Schule wurde von der kurz zuvor neuerbauten Volksschule (später Hauptschule Avenwedde-Spexard) an der Franz-Grochtmann-Straße übernommen. Im Jahre 1978 wurde die katholische Grundschule auf Antrag der Eltern nach geheimer Abstimmung in eine Gemeinschaftsgrundschule umgewandelt. Der Pavillon der Schule wird 1990 zu einem Kindergarten umgestaltet. Während die dritten und vierten Klassen in der Hauptschule Avenwedde-Spexard untergebracht werden, bleiben die ersten und zweiten Jahrgänge weiterhin in den Räumen „Im Lütken Ort“. Seit dem Schuljahr 1991 /1992 befinden sich die Unterrichtsräume aller Klassen in dem Schulgebäude an der Franz-Grochtmann-Straße und aus der geschlossenen Hauptschule wird eine Grundschule mit dem Namen Edith-Stein-Schule. Im alten Schulgebäude Im Lütken Ort befindet sich seit dem 1. Mai 1993 die Kindertagesstätte Villa Sonnenschein. Für ein paar Jahre war dort auch eine städtische Kindertagesstätte (Die Lütken) untergebracht. Zum Schuljahresende am 31. Juli 1993 schließt die Hauptschule Avenwedde-Spexard. In dem weiträumigen Schulgebäude nimmt in einem Teilbereich am 9. August 1994 die Kindertagesstätte Franz-Grochtmann-Straße ihren Betrieb auf. Wer alte Fotos oder Dokumente hat, kann sich gerne beim Heimatverein Spexard per E-Mail an heimatverein@spexard.de melden.

Hier geht es zur Chronik der Aloysius-Schule und weiteren Bildern:
Menüpunkt Geschichte - Schulen



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