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Züchter pflegen mehr als nur ein schönes Hobby

 
Zu den Ausstellern der Kleintierschau gehörte Rudolf Grote, der unter anderem ein Zwerghuhn zur Ausstellung mitgebracht hatte. Insgesamt wurden mehr als 300 Tiere gezeigt.

Mehr als 300 Tiere von 45 Ausstellern sind am Samstag und Sonntag bei der 19. Kleintierschau des Kleintierzüchtervereins Spexard zu bestaunen gewesen. Im Bauernhaus und im eigens aufgestellten Zelt davor wurde vom Alpaka bis zum Zwerghuhn eine Vielzahl an verschiedenen Tieren und Arten präsentiert. „Wir haben hier heute mehr als 200 Hühner und mehr als 95 Kaninchen“, sagte der Vorsitzende Heinz Füchtemeier bei der Begrüßung der Gäste. „Ich freue mich, dass wir außer den Tieren, die man von einer Kleintierschau kennt, noch weitere hier haben. Draußen gibt es noch Alpakas und Schafe zu sehen. Und hier im Bauernhaus haben wir noch ein Aquarium“, betonte der Vorsitzende und langjährige Züchter. Nach der kurzen Begrüßung durch Füchtemeier wurden die Preise für die Züchter von besonders schönen Tieren vergeben. Insgesamt 14 Preise gab es für Hühner, Kanarienvögel, Tauben und Kaninchen. Den Stadtehrenpreis überreichte die stellvertretende Bürgermeisterin Monika Paskarbies an Heinz Füchtemeier für seine Alpakazucht. „Ich freue mich, die Schau zu eröffnen. Ich habe mich im gerade schon mal durch die Ausstellung führen lassen und muss sagen, dass hier wirklich vielfältige Tiere zu sehen sind“, merkte Paskarbies an. „Ich möchte mich außerdem bei den Züchtern bedanken, dass sie sich seit vielen Jahren um die Tiere kümmern. Tierzucht ist kein Hobby, dass man mal für einige Zeit in den Schrank stellen kann, wenn man darauf keine Lust mehr hat“, fuhr Paskarbies fort. Bevor sie die Ausstellung für eröffnet erklärte, betonte sie den Wert dieser Leidenschaft auch über den Verein hinaus: „Was Sie hier tun, ist wichtig für den Naturschutz und die Artenvielfalt. Sie bewahren Tiere vor dem Aussterben, und das ist wichtig“.

Dass die Tierzucht keinesfalls ein aussterbendes Hobby ist, konnte man an den elf Jugendlichen erkennen, die ebenfalls ihre Tiere ausstellten. Der 13-jährige Nils Stickling und sein 11-jähriger Bruder Timo waren auch unter den Preisträgern. „Ich züchte schon seit neun Jahren Kaninchen“, sagte Nils. „Mein Vater hat mir zu meinem vierten Geburtstag ein Kaninchen geschenkt, und dann konnten wir es bei einem nicht belassen“, erzählte er, wie er dieses Hobby für sich entdeckt hat. „Mittlerweile haben wir elf Kaninchen. Die vier schönsten haben wir mitgebracht. Sie wurden dann auch ausgezeichnet“, erklärte Timo. Kurz nach der Eröffnung am Samstag war die abwechslungsreiche Schau bereits gut besucht. Besonders die Alpakas und die gläserne Brutmaschine, in der Küken beim Schlüpfen betrachtet werden konnten, hatten es den Besuchern angetan. (Die Glocke vom 24.10.2016)



Letzte Änderung: 23. November 2017