![]() | Weihnachtsbäume sind entsorgt |
Über 50 Mitglieder der Jungschützen der Schützenbruderschaft St. Hubertus Spexard trafen sich am Samstag, um über 700 Tannenbäume in ganz Gütersloh zu entsorgen. |
Es ist Tradition, den Weihnachtsbaum bis zum 6. Januar stehen zu lassen. Doch dann stellt sich für viele Gütersloher die Frage, wo der Christbaum entsorgt werden soll. Eine Option war auch in diesem Jahr wieder die Tannenbaumsammelaktion der Jungsschützen der Schützenbruderschaft St. Hubertus Spexard.
Am Samstagmorgen versammelten sich wieder über 50 Freiwillige am Spexarder Bauernhaus, um im gesamten Stadtgebiet die Nadelhölzer einzusammeln. Organisator Simon Hecker hatte Gütersloh dazu in 17 Bezirke unterteilt. »Das ist ein ausgeklügeltes Routensystem, das wir am Computer erstellen«, erklärte Hecker.
Interessierte konnten sich erneut per Mail oder Telefon bei den Jungschützen anmelden, um ihren Weihnachtsbaum entsorgen zu lassen. Über 700 Bäume wurden so den Tag über abgeholt. Mit dem Obolus von je drei Euro unterstützen die Spexarder auch in diesem wieder soziale Projekte in der Region. Während eine Hälfte der Einnahmen an das geplante Kinderhospiz in Bethel geht, ist der zweite Teil für den vereinseigenen Jugendtreff bestimmt.
Seit November können Jugendliche zwischen sechs und zwölf Jahren im Spexarder Schießstand an der Neuenkirchener Straße basteln, spielen oder auch kochen. »Mit dem Geld können wir beispielsweise Bastelmaterialien und Spiele kaufen«, sagte Delia Spexard, die gemeinsam mit anderen Frauen für die hungrigen Helfer am Mittag eine Suppe gekocht hatte.
Jedes der 17 Teams war rund fünf Stunden unterwegs, um alle Abholwünsche zu erfüllen. Anschließend wurde die eine Hälfte im Gütersloher Kompostwerk entsorgt, während der Rest von den Spexardern selbst gehexelt wurde. Es ist ein alljährliches Procedere, das sich seit 1995 immer größerer Beliebtheit erfreut. Und so viel steht schon fest: Auf den Service dürfen sich die Gütersloher auch im kommenden Jahr freuen – immer am ersten Samstag nach dem 6. Januar.