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Der 20. Spexarder Weihnachtsmarkt fällt aus

Bild: Berenbrink  
Der Spexarder Weihnachtsmarkt wird im Corona-Jahr 2020 nicht stattfinden.

Es ist September und der Jugendförderverein Spexard meldet sich wieder zu Wort. Es geht um den Spexarder Weihnachtsmarkt, der für das 2. Adventswochenende geplant ist. Diese Planungen laufen bereits seit Mai und seitdem war ungewiss, ob die Veranstaltung unter den behördlichen Auflagen aufgrund der Corona-Pandemie überhaupt stattfinden kann.

Der Vorstand des Jugendfördervereins hat sich nun erneut getroffen, um die aktuelle Situation zu beraten. Ziel und Zweck des Vereins ist immer, die Kinder- und Jugendarbeit in Spexard finanziell zu unterstützen. Dies erfolgt seit nunmehr 20 Jahren hauptsächlich aus dem Erlös des Spexarder Weihnachtsmarktes. Die nun auferlegten Einschränkungen lassen zum einen den Aufwand zur Durchführung des Marktes immens steigen und zum anderen die Erlös-Erwartung erheblich sinken. Aus diesen Gründen hat der Vorstand sich leider zur Absage des Spexarder Weihnachtsmarktes vom 4. - 6. Dezember entscheiden müssen.

Nichtsdestotrotz möchte der Jugendförderverein Spexard am selben Wochenende die große Weihnachtsverlosung durchführen und der Spexarder Bevölkerung ein wenig Weihnachten nach Hause bringen. Wir hoffen dabei auf eine große Unterstützung der Spexarder Bevölkerung. Weitere Infos dazu folgen bald!


Trödelmarkt findet statt!

Bild: chj  

Der Heimatverein Spexard hat sich dazu entschieden, den traditionellen Trödelmarkt am Tag der deutschen Einheit (3. Oktober) auch im Corona-Jahr 2020 durchzuführen. Auch das Frühstück im Spexarder Bauernhaus soll angeboten werden. Der Musikfrühschoppen hingegen, der am selben Tag ab 11 Uhr im Haus stattfinden sollte, wurde bereits abgesagt.

Die Veranstalter haben in direkter Absprache mit dem Fachbereich Ordnung bei der Stadt Gütersloh und dem Gesundheitsamt im Kreis Gütersloh das Hygiene-Konzept geplant. Die Genehmigung für den Trödelmarkt liegt vor und Anmeldungen sind hier möglich:

Zur Anmeldung!


Am Hüttenbrink ab September voll gesperrt

Die Baumaßnahmen an der Verler Straße schreiten voran. Die Arbeiten an der Ohmstraße sind fast beendet. Sie wird zu Montag, 31. August, wieder freigegeben. Die Verkehrsführung wird so eingerichtet wie vor dem Ausbau, es ist also nur ein Rechtsabbiegen auf die Verler Straße möglich. Ab Dienstag, 1. September, beginnen dann im Anschlussbereich „Am Hüttenbrink“ – zwischen Verler Straße und Morseweg die Kanal-, Leitungs- und Straßenbauarbeiten. Hierzu wird dieser Bereich des Hüttenbrinks voll gesperrt. Der Hüttenbrink ist auf dem direkten Weg von der Verler Straße oder der Bruder-Konrad-Straße nicht mehr anfahrbar. Somit bleibt aus Fahrtrichtung Verler Straße und Bruder-Konrad-Straße kommend, der Anlieger-, Kunden- und Andienungsverkehr nur über die Ohmstraße oder die Max-Planck-Straße erreichbar. Alle Geschäfte Am Hüttenbrink können jedoch angefahren werden und der Morseweg bleibt in beiden Fahrtrichtungen geöffnet. Der Fußgängerverkehr ist von der Vollsperrung nicht betroffen, Radfahrer werden gebeten abzusteigen. Die Maßnahme „Am Hüttenbrink“ soll Anfang November beendet sein. Die Buslinie 215 wird bei unveränderten Fahrzeiten über die Ohmstraße umgeleitet.

Die grafischen Karten der Umleitungs-Strecken sind über www.guetersloh.de abrufbar.


Renovierung komplett abgeschlossen

Bild: msc  
Austausch der Denkmal-Plakette am Haupteingang des Spexarder Bauernhauses: Theresa Feldhans (Vorsitzende des Heimatvereins Spexard, links) und Christian Janzen (Schriftführer).

Das Spexarder Bauernhaus wird in diesem Jahr seit 25 Jahren als Dorfgemeinschaftshaus von den Spexarder Vereinen und vielen anderen Gruppierungen genutzt. Das Jubiläum war Anlass für die Stadt Gütersloh als Eigentümerin und den Heimatverein Spexard als Träger des Hauses eine grundlegende Renovierung durchzuführen. In den Sommerferien 2019 begannen die Arbeiten mit der Einrichtung einer neuen Küche. Im Oktober schloss sich dann die Neu-Installation der Beleuchtungstechnik an. Sämtliche Leuchten wurden gegen LED-Leuchten ausgetauscht oder auf LED umgestellt. Hinzu kam die erstmalige Installation von Medientechnik. In den beiden großen Räumen – Deele und Fleet – sind je ein Beamer und eine Leinwand fest montiert. Über drei Touchscreens werden Licht- und Medientechnik gesteuert. Die bereits vorhandene Alarmanlage sichert alles ab.

Da das Hauptabflussrohr im Sanitärbereich durch die Nutzung stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, musste nun auch die Toilettenanlage im Keller des Spexarder Bauernhauses saniert werden. Nicht nur die Leitungen, sondern auch das Mobiliar wurde ausgetauscht. Malerarbeiten im ganzen Haus runden das aufgefrischte Erscheinungsbild des altehrwürdigen Bauernhauses von 1536 ab.

Zum Abschluss aller Arbeiten hat die Denkmalbehörde dem Heimatverein Spexard auch eine neue Denkmalplakette zur Verfügung gestellt. Die alte Plakette mit dem NRW-Wappen hatte im Laufe der Jahre an Farbe verloren. Diese wurde nun wieder am Haupteingang angebracht. Alle Beteiligten hoffen, dass das Spexarder Bauernhaus mit den getätigten Investitionen nun auf lange Zeit ein echter „Hingucker“ bleibt.


SV Spexard sucht Trainer und Übungsleiter

 

Da so viele Kinder Lust auf Bewegung im SV Spexard haben, ist der Spotverein Spexard 1950 e.V. auf der Suche nach neuen Übungsleiter/innen für die Bereiche Eltern-Kind-Turnen, Vorschulkinder-Turnen und Kindertanzen. Informationen hierzu erteilt Berit Hensdiek unter 05241/9619082. Zudem werden Trainer/innen für verschiedene Altersgruppen in der Fußballjugendabteilung gesucht. Nähere Infos bei Stefan Lawrenz unter 0157/85027998. Eine Qualifizierung ist zunächst nicht erforderlich, kann aber mit der Hilfe des SV Spexard erworben werden. Voraussetzung ist die Freude im Umgang mit Kindern und Eltern, Spaß an Bewegung sowie die Vorlage des erweiterten Führungszeugnisses.


Karwoche 1945: Im Karnickelbusch in Spexard

 
Joseph Wülfinghoff (1890 - 1957)

Hier standen an einem Stichweg vom Mühlenweg her unweit der heutigen Linteler Str. das kleine Behelfsheim von Joseph Wülfinghoff (geb. 1890), Schnapsvertreter der Brennerei Spexard, der dort zu dieser Zeit dauernd mit seiner Frau wohnte. Ein Stück weiter die etwas später etwa im Febr. 1945 errichtete Doppelbarracke mit Nebengebäude von Hermann Nordmann (geb. 1900). Beide waren als Ausweichquartier wegen der Luftangriffe gebaut worden. Die ganze Familie Nordmann – insgesamt 6 Personen – wohnte nur bei Kriegsende dort. Ihr Haus Parkstraße 26 war bei dem Luftangriff am 3. März 1945 [lt. Herrmann] zerstört worden und man war zunächst in anderen Ausweichquartieren gewesen. Die Tochter Margarete (geb. 1934) war an den nachfolgend geschilderten Ereignissen daher ganz nah dran und hat sie mir nun erzählt: An einem Nachmittag in der Karwoche sahen Wülfinghoff und Nordmann, wie ein junger Offizier und ein Gefreiter mit einem Bollerwagen auf dem angrenzenden Mühlenweg Richtung Autobahn gingen. Auf Nachfrage erklärten die beiden, dass sie Panzer „knacken“ wollten. Die Amerikaner waren zu diesem Zeitpunkt nicht mehr weit entfernt. Entschlossen handelten Wülfinghoff und Nordmann. Sie erklärten den beiden Soldaten, daß das Vorhaben im Hellen nicht ginge und sie doch erst mal hereinkommen sollten. Man bot Schnaps an und es gelang, das Vorhaben der beiden zu vereiteln, indem man sie, teilweise abwechselnd, total betrunken machte. Der jeweils draußen war, versteckte die Sprengmittel aus dem Bollerwagens erst mal auch unter dem Behelfsheim.

 
Hermann Nordmann 1900-1962

Zum Schluss wurden die beiden kampfunfähigen Soldaten nach Hause geschickt. Den jungen Offizier nach Gütersloh mit einem schönen Gruß an seine Nordmann wohlbekannten Eltern. Dem Gefreiten aus Ahlen empfahl man, sich doch entlang der Autobahn nach Hause durchzuschlagen und gab ihm auch Zivilsachen. Nachdem die Amerikaner dann später da waren - ihre Panzer sind über den Mühlenweg am Ostersonntag (?) nach Gütersloh gerollt - wurde im Nebengebäude der Baracke Nordmann das „Kriegsende“ hier mit einem großen Besäufnis gefeiert, während die Mutter Elisabeth geb. Meyer (geb. 1904) dieses gegenüber den Kindern und Fremden „abschirmte“. Schnaps hatte man sich zuvor reichlich aus der Brennerei besorgt, da die Bestände dort weg mussten.

 
Diese Hofkarte von 1947 zeigt den damaligen Karnickelbusch – heute an der Linteler Straße in Spexard

Sie erzählte auch, dass man am Rand des Mühlenweges im Karnickelbusch viele weggeworfene Parteiabzeichen liegen sehen konnte und dass ihr Bruder Werner (geb. 1931) in ihrer Gegenwart am Spätnachmittag des Karsamstags vom Vater zurechtgewiesen wurde, als er diese aufsammeln wollte. Später wohnten in beiden Unterkünften Flüchtlinge, in dem von Wülfinghoff wohnte dann lange Vinzenz Spexard, Vetter meines Vaters aus Niederschlesien, mit seiner Familie und betrieb dort seine Hühnerzucht. Die Erzählerin Margarete Naarmann geb. Nordemann, gründete eine Familie und man baute später ein Haus unweit des Karnickelbusches in der Siedlung. Sie lebt heute noch dort.
Der Bauer Martin Stükerjürgen bestätigte mir jetzt Erzählungen seiner Mutter, dass man vor dem Einmarsch der Amerikaner im Karnickelbusch deutsche Soldaten besoffen gemacht hätte, um Unheil zu verhüten. Bernhard Spexard, im Juni 2020.


Jungschützen und Messdiener veranstalten alternatives Ferienprogramm

Bild: Nina Eickhoff  
Eine Gruppe der Jungschützen und Messdiener besuchte das Furlbachtal in Schloß Holte-Stukenbrock.

Das „etwas andere Ferienlager“ der Jungschützen und Messdiener aus Spexard fand statt. Durch die ganze Corona-Situation konnte das normale Ferienlager dieses Jahr nicht durchgeführt werden. Stattdessen wurde in kurzer Zeit eine Alternative entwickelt und umgesetzt, die aber durch den erneuten Shutdown im Kreis Gütersloh fast wieder abgesagt werden musste. Das Leitungsteam blieb jedoch optimistisch und wartete ab. Die große Gruppe aus 24 Kindern und 8 Leitern wurde auf drei feste Standorte in Spexard aufgeteilt. Die teilnehmenden Kinder konnten vorab Wunschpartner und -programm auswählen. Es gab die Schwerpunkte „Piraten“, „Wald und Wandern“, sowie „Basteln und Bewegungsspiele“.

An insgesamt 7 Werktagen wurden die Kinder jeweils mehr als 6 Stunden betreut, um doch noch etwas Ferienlagerstimmung aufkommen zu lassen. Die Gruppen wurden tatkräftig durch das Kochteam unterstützt, das täglich verschiedene Kuchen zur Verfügung stellte. Außerdem organisierten sie das Abschlussgrillen.

Auf dem Programm standen Workshops, wie z. B. Boote bauen, Batiken, Masken nähen und Schnittlauch pflanzen. Außerdem wurden innerhalb von Spexard Schatzsuchen, Olympiaden und Wanderungen veranstaltet. Die Gruppen waren auch in der nahen Umgebung unterwegs: Im Kletterpark Rietberg, im Allwetterzoo Münster, im Tierpark Olderdissen, im Freilichtmuseum Detmold, im Furlbachtal und beim Fußballgolf. „Es war uns sehr wichtig, nicht einfach alles abzusagen, sondern im Rahmen der Möglichkeiten dennoch die Betreuung sicher zu stellen und den Kindern etwas Abwechslung zu ermöglichen“, so Cheforganisatorin Nina Eickhoff. Für das nächste Jahr – dann hoffentlich wieder auswärts – sind nur wenige Plätze neu zu vergeben, da viele Anmeldungen bestehen blieben. Die Anmeldung für das nächste Jahr beginnt Mitte September.


Aileen Kahlert ist die Online-Königin von Spexard

Bild: privat  
Auf den Schultern von Jörg Stükerjürgen (links) und Tim Eickhoff wurde die Online-Königin Aileen Kahlert in einem privaten Garten gefeiert.

Nach dem tollen Auftakt an der Bruder-Konrad-Kirche am Freitag gingen die umfangreichen Onlineaktivitäten auf den vom Technikteam um Moritz Toppmöller, Niklas Reimer und Michael Steinkamp eingerichteten Plattformen weiter. Höhepunkt war am Samstag die Ermittlung des Online-Schützenkönigs und die Übertragung des Live-Streams aus dem Übertragungswagen am Bauernhaus. In der Spitze verfolgten mehr als 1.500 Menschen das Vogelschießen online. Es war das bislang erste Vogelschießen überhaupt im Bezirksverband Wiedenbrück und im Kreis Gütersloh. Vielleicht war es auch das erste in Nordrhein-Westfalen oder sogar in Deutschland. Über 200 Mitglieder wollten als Online-König in die Geschichte eingehen. Das unter Ausschluss der Öffentlichkeit von den Schießmeistern Alexander Hark, Nick Melzer und Rene Stükerjürgen durchgeführte Vogelschießen begann um 17 Uhr. Die Moderation lag in den Händen von Johannes Hollenhorst und Simon Hecker.

  Bild: msc
Am Mikrofon: Der Brudermeister Maik Hollenhorst (Mitte) und die beiden Kommentatoren Simon Hecker (l.) und Johannes Hollenhorst.

Per Zufallsgenerator wurde eine Reihenfolge ermittelt und die Schießmeister wechselten sich beim Schießen auf den Adler ab. Als erste und hoffentlich einzige Onlinemajestät wurde Aileen Kahlert ermittelt. Der Vogel war um 18.37 Uhr mit dem 186. Schuss aus dem Kugelfang gefallen. Als Gewinn gab es am Sonntag eine Kutschfahrt mit ihrem König Lukas Eickhoff durch Spexard. Über die Insignien freute sich Emanuel Wagner (Krone mit dem 20. Schuss), Gerrit Grell (Apfel mit dem 27. Schuss) und Markus Hecker (Zepter mit dem 39. Schuss). Die Flügel gingen an Moritz Toppmöller (92. Schuss) und Malte Lucietto (161. Schuss). Der Schwanz fiel beim 165. Schuss und ging an Oliver Peitzmeier. Mit der Proklamation am Samstagabend endete der zweite Tag der Feierlichkeiten rund um das Online-Schützenfest in Spexard. Dem Technikteam gebührt an dieser Stelle noch einmal sehr viel Respekt. Aus dem Übertragungswagen am Spexarder Bauernhaus verlief die Premiere reibungslos. „Wir waren mehrere hundert Stunden in das Projekt investiert“, freute sich Moritz Toppmöller über den hohen Zuspruch der Aktivitäten. In vielen Gärten von Spexard wurde das Vogelschießen verfolgt. Die Proklamation am späten Samstagabend nahm der Brudermeister Maik Hollenhorst persönlich vor.



Termine

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