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Heimatverein zeigt Spexard in alten Zeiten

 
Die Fenster am Haus Verler Straße 291 sind vom Heimatverein Spexard mit historischen Aufnahmen gestaltet worden.

Nachdem die Großbaustelle an der Verler Straße schon einige Zeit Vergangenheit ist, hat sich der Heimatverein Spexard das Umfeld der Haupt-Verkehrsader durch den Ort vorgenommen. Dem Verein ist das Ortsbild auch dort wichtig. Bereits vor einigen Monaten konnte die hölzerne Ortstafel überarbeitet und auf dem Grünstreifen vor der Firma WM Fahrzeugteile aufgestellt werden. Fortan werben die Vereine an dieser präsenten Stelle für Ihre Veranstaltungen, wenn die Pandemie überstanden ist.

Als weiteren Schritt konnte der Vorstand des Heimatvereins Die Familie Tigges als Eigentümer des Hauses an der Verler Straße 291 begeistern, die Schaufenster mit großflächigen historischen Bildern bestücken zu dürfen. Schon lange steht das Ladengeschäft dort leer. Seitdem sich der Betreiber des Tabak- und Lotto-Hauses dort verabschiedet hat, ist aus dem verschiedensten Gründen keine Nachnutzung erfolgt. Auf eigene Kosten und mit der Unterstützung einiger Nachbarn präsentiert der Heimatverein seit Anfang Mai dort unter dem Titel „Unser Spexard in alten Zeiten“ sechs großflächige Aufnahmen von Siedlungen und Straßenzügen, wie man sie früher in der Gemeinde Spexard vorfand. Im Eingangsbereich des ehemaligen Ladens werden die Bilder zusätzlich mit kurzen Texten beschrieben. Fußgänger und Radfahrer haben so die Möglichkeit, ein wenig genauer hinzuschauen und von alten Zeiten zu schwärmen. Es bleibt zu wünschen, dass auch weitere Firmen und Anwohner an der Verler Straße Projekte zur Verschönerung ihrer „Adresse“ starten.


Spexarder Maibaum: Viele Wappen ohne Gäste

 
Der Maibaum am Spexarder Bauernhaus steht auch in schwierigen Zeiten für den Zusammenhalt der Ortsgemeinschaft.

Zum zweiten Mal in seiner Geschichte ist der Maibaum am Spexarder Bauernhaus ohne großes Publikum aufgestellt worden. Wie schon im vergangenen Jahr fiel das bunte Treiben unter dem Maibaum erneut der Corona-Pandemie zum Opfer. Aber auch wenn im Jahr 2021 auf dem Spexarder Festplatz nicht so viel stattfinden sollte – etwas Hoffnung haben die Spexarder Vereine noch – dann soll der Obelisk auch in dieser Saison für den starken Zusammenhalt im südlichen Ortsteil stehen. Jedes Wappen am Baum steht für einen anderen Verein, der seinen Teil zur intakten Ortsgemeinschaft beiträgt. Gemeinsam können die Spexarder viel bewirken. Das haben Sie ja auch schon bei den Ortsjubiläen 1988 und 2013, sowie beim Erhalt des Spexarder Bauernhauses und dem Bau der Spexarder Sporthalle bewiesen. Der Familientag aus Anlass des 25-jährigen Bestehens des Bauernhauses war für den 13. Juni 2021 geplant. Dieser Termin wurde aber schon jetzt ersatzlos gestrichen.


Spexarder Heimatverein trauert um Hanspeter Liman

 
Der ehemalige und beliebte Hausmeister des Spexarder Bauernhauses Hanspeter Liman ist verstorben.

Mit Trauer musste der Heimatverein Spexard die Nachricht vom Tod seines Ehrenmitgliedes Hanspeter Liman entgegennehmen. Seit der Eröffnung des Spexarder Bauernhauses im Januar 1995 hatte er als Hausmeister die Reservierungen entgegengenommen, Veranstaltungen vorbereitet und in liebevoller Weise begleitet.

Der Sohn eines Lehrers wurde in Sachsen-Anhalt geboren und wuchs in Schlesien auf. Durch die Vertreibung gelangte die Familie nach Niedersachsen. Im Kreis Nienburg arbeitete Hanspeter Liman in der Landwirtschaft, später erhielt er eine Lehrstelle und wurde Bäcker. Über das Rheinland kam er nach Gütersloh. 1957 erwarb er den Meistertitel seines Handwerkes. Bis zu seiner Pensionierung arbeitete er in der Backstube Müterthies an der Neuenkirchener Straße. Danach war Liman 14 Jahre lang ein zuverlässiger Ansprechpartner für den Heimatverein, alle Nutzer und die Nachbarn des Hauses. Er hat maßgeblich zum positiven Bild des Spexarder Bauernhauses in der Bevölkerung beigetragen. Im Jahr 2009 übergab er die Hausmeistertätigkeit altersbedingt an seinen Nachfolger. Seit der Gründung des Heimatvereins im Jahr 1989 bis 2009 war Hanspeter Liman auch Beisitzer im Vorstand und leistete hervorragende Arbeit.

Der Heimatvereins Spexard sagt „Danke Peter!“ und wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren.


Vor 75 Jahrenwurde das erste Spexarder Gotteshaus geweiht

 
Die erste Bruder-Konrad-Kirche wurde vor 75 Jahren in Spexard eingeweiht. Die Luftaufnahme entstand in den 1950-er Jahren.

Am 31. März 1946 wurde in Spexard die erste Kirche geweiht. Das Jubiläum der Kirchweihe von St. Bruder-Konrad jährt sich damit zum 75. Mal. Der Erzbischof von Paderborn, Dr. Lorenz Kardinal Jäger, nahm die erste Kirchweihe nach dem 2. Weltkrieg in die Diözese vor und weihte das Gotteshaus dem Bauernsohn und Kapuzinerbruder Konrad von Parzham. Der damals höchste Würdenträger des Paderborner Sprengels wurde von der Pankratiuskirche mit einem Landauer abgeholt. In Gütersloh hatte Dr. Jäger zuvor die heilige Firmung gespendet. Eine berittene Abordnung des Reitervereins Sundern-Spexard begleitete ihn. Die Gemeinde wartete an der neuen Kirche auf den hohen Besuch. Ab dem Spexarder Krug war der Weg bis zur Kirche mit Fahnen und Girlanden geschmückt. „Es war ein herrlicher sonniger Frühlingstag, wie zu einem solchen Fest geschaffen“, so steht es in der Gemeindechronik. Die Kommunionkinder und Schüler bildeten ein Spalier mit selbstgemachten Bögen und Blumen. Der Baldachin, den die Spexarder von der Muttergemeinde St. Pankratius ausgeliehen hatten, stand für den Erzbischof bereit. Der Erzbischof umschritt den Kirchbau und klopfte mit seinem Hirtenstab an das verschlossene Portal der Kirche. Er betrat als erster die Kirche, die noch leer wirkte, weil die Kirchenbänke später ihren Platz im Sakralraum fanden. Die Festgemeinde folgte dem Würdenträger und seinen priesterlichen Begleitern in das Gotteshaus. Der Erzbischof war zum Mittagstisch beim Bauern Anton Coesfeld eingeladen. Ein kurzer Fußmarsch führte ihn dorthin. Nachmittags kehrte er bei Familie Alois Altenkord ein.

 
Nach der Weihe verlässt Dr. Lorenz Kardinal Jäger die Kirche

Die Historie des Gotteshauses in Spexard begann am 24. März 1935 mit der Gründung eines Kirchbauvereins. Ein Grundstück an der heutigen Bruder-Konrad-Straße stellte Elisabeth Stüker zur Verfügung. Zum Bau einer ersten Kirche kam es erst elf Jahre später, weil die Muttergemeinde St. Pankratius die Unterstützung verweigerte. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Weg zur Pankratius-Kirche immer gefährlicher. Mit großen Mühen gelang es in der Sperrholzfabrik Feuerborn einen Betriebsraum herzurichten, in dem ab dem ersten Advent 1944 sonntags die heilige Messe gelesen wurde. Jeden Dienstag und Freitag fand der Gottesdienst im Spexarder Krug statt. Am Fest Christi Himmelfahrt 1945, berief Pfarrer Siegfried Hofius aus der Pfarrei St. Pankratius eine Versammlung ein. Der Beschluss eine eigene Kirche in Spexard zu erbauen wurde gefasst und mit dem Bau wurde begonnen. Hermann Feuerborn und Alois Altenkord konnten durch intensive Verhandlungen zwei alte Militärbaracken erwerben. Maurer, unter ihnen Wilhelm Steckling und Heinrich Franzbohnenkamp, begannen mit dem Bau der Grundmauern. Mehrere Bauern transportierten die Ziegelsteine mit Pferdefuhrwerken vom Gütersloher Hartsteinwerk zur Baustelle. Viele freiwillige Helfer brachen die Baracke an der Verler Straße ab und bauten sie nach kurzer Zeit wieder auf. Die Chronik der Gemeinde erwähnt in diesem Zusammenhang besonders die Verdienste des Zimmermanns Ferdinand Pollmeier. Große Schwierigkeiten bereitete den Aktiven die Beschaffung von Baumaterialien. Selbst für gutes Geld waren sie nicht erhältlich. Doch die Gemeindemitglieder bewiesen einen starken Opfergeist. Jeder stiftete das, was er über hatte und nach knapp einem Jahr Bauzeit war die im Volksmund genannte Barackenkirche erstellt, die 1973 durch einen Neubau ersetzt wurde.


Die Chronik des Kriegsteilnehmervereins „Einigkeit Spexard“

Die Veröffentlichung und Übersetzung der Chronik des ersten Vereins in Spexard und einer Auflistung aller Kriegsteilnehmer auf www.spexard.de im Menü „Geschichte“ ist ein weiterer Beitrag der Geschichtswerkstatt des Heimatvereins. Für die Geschichte des Vereins und der Gemeinde ist die geführte Chronik von großer Bedeutung, weil sie das soziale Leben nach dem Ende des 1. Weltkrieges bis 1945 darstellt. Die Kriegerkameradschaft Spexard hat sich 2013 aufgelöst. Die 1. Chronik endet 1962. Zwei weitere Protokollbücher sind bis zur Vereinsauflösung geführt und sind ein wertvolles Dokument eines Vereins von der Gründung bis zur Auflösung.

 
Die Ehrenjungfrauen bei der Fahnenweihe am 20. August 1929: In der ersten Reihe von links: Katharina Linnenkamp, Gertrud Oesterwinter, Maria Tiesbohnenkamp, Katharina Müterthies – hält das von den Frauen gestiftete Fahnenband zusammen mit – Bernhardine Sellmann, Cäcilia Johannbarkey, Hedwig Schulte, Anna Wickjürgen. Dahinter die Fahnenoffiziere: Heinrich Hemkentokrax, Gerhard Tigges und Johann Himmelmeier.

Die Gründung 1919 erfolgte nach dem 1. Weltkrieg. Die Mitglieder der ersten Stunden setzten sich viele Jahrzehnte für die Soldatenwitwen beider Weltkriege ein und zahlten Kriegsheimkehrern eine Starthilfe aus. Es wurden Feste veranstaltet und Theater für den guten Zweck gespielt. Frieden zu Hause finden, dass wollten nach dem Ende des 1. Weltkriegs die Männer Spexards, die an den Fronten gedient hatten. Sie waren Teile einer geschlagenen Armee. Das Kaiserreich war zu Ende. Zwei Millionen waren nicht heimgekehrt und ihre Gräber waren außerhalb der Reichsgrenzen. Hunger und Not waren Alltag in dieser Zeit. Die Geschichte des Vereins begann am Himmelfahrtstag des Jahres 1919. Die heimgekehrten Soldaten waren froh, wieder in der Heimat zu sein. Überall im Kreis Wiedenbrück waren Heimkehrfeiern und Fest abgehalten worden. Eine Gemeinde wollte die andere übertreffen. Nur in Spexard fanden diese Feiern nicht statt. Kein Willkommensgruß und keine geschmückten Straßen. Die Kriegsteilnehmer wollten sich damit nicht abfinden, trafen sich im Spexarder Krug, gründeten einen Festausschuss und organisierten ein Fest für alle Bürger. Es war das erste Spexarder Fest seit Menschengedenken heißt es in der Vereinschronik. Die Hälfte des Überschusses wurde an die Witwen der verstorbenen Soldaten verteilt und bei einem weiteren Treffen ein Verein gegründet. Vorsitzender wurde August Tiesbohnenkamp. Ziel und Zweck des Vereins war die Pflege der Geselligkeit und die Vertretung der Interessen der Kriegsteilnehmer und Hinterbliebenen der Gemeinde Spexard. Das Kriegerdenkmal wurde aus Vereinsmitteln und ohne öffentliche Mittel finanziert und 1926 unter großer Anteilnahme der Öffentlichkeit eingeweiht.

Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten 1933 musste der Verein einer Dachorganisation beitreten. Von 1942 war es ihm verboten, seine vereinseigene Traditionsfahne zu zeigen. In den ersten Nachkriegsjahren durch die Militärregierung verboten, entstand der Verein 1951 neu. Die erste Mitgliederversammlung wurde 1951 abgehalten. Vorsitzender blieb August Tiesbohnenkamp. Als Vorsitzender folgte ihm 1962 Spexards letzter Bürgermeister Robert Mahne. Der Verein wurde im gleichen in „Kriegerkameradschaft Spexard“ unbenannt. Das Denkmal wurde 1973 wegen der Verbreiterung der Verler Straße an die Bonifatiusstraße umgesetzt. Es folgte die Auflösung unter dem letzten Vorsitzenden Norbert Brinkrolf. Zur letzten Amtshandlung am 10. November 2013 erschienen 12 Mitglieder. Die außerordentliche Generalversammlung beauftragte den Vorstand mit der Abwicklung. Die Mitgliederzahl war auf 45 gesunken. Der Tag der Vereinsauflösung war abzusehen und zeichnete sich seit einigen Jahren ab. Für den Verein konnten keine neuen Mitglieder mehr gefunden werden und der älteste Verein in Spexard hörte damit auf zu existieren.

Der Heimatverein ist auf der Suche nach weiteren Fotos des Kriegervereins und aus der Zeit des 1. Weltkrieges. Infos dazu bitte an heimatverein@spexard.de .




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