![]() | Vorbereitungen auf das Jubiläumsjahr |
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Das von Wilhelm Vorst erstellte Logo zur 900-Jahrfeier. |
In vielen Versammlungen des Jahres 1987 wurden das Ortsjubiläum und damit die Veranstaltungen geplant. Arbeitskreise wurden gebildet, welche die jeweiligen Aktivitäten vorbereiten und für die Durchführung verantwortlich waren. Zum Start in den Festreigen war eine Eröffnungsfeier im Saal der Gastwirtschaft Müterthies-Wittag am 5. März 1988 vorgesehen. Höhepunkt des Jubiläumsjahres sollte ein Volksfest werden. Es sollte über 4 Tage vom 9. bis 12. September 1988 gefeiert werden. Höhepunkt sollte ein großer Festumzug am Sonntag, 11. September, sein. Für diesen Termin verzichtete die Bruder-Konrad-Kirchengemeinde auf die Ausrichtung ihres traditionellen Pfarrgemeindefestes. Ein Logo wurde durch den Hauptschullehrer Wilhelm Vorst entworfen. Das Emblem war abgeleitet von dem Wappen mit dem Specht am Baum. Eine große Tafel mit dem Logo in einem Umfang von 2x1,50 m begleitete alle Veranstaltungen.
Besonderer Wert wurde auf die Erstellung einer Festschrift gelegt. Es fanden sich nach und nach 15 Autoren, die mit großem Zeitaufwand und viel Mühe die Beiträge verfassten. So entstand ein Buch mit 296 Seiten, das erstmalig den Werdegang von Spexard dokumentiert. In der Festschrift enthalten sind die Ersterwähnung und Namensdeutung, eine Zeittafel und die historische Zeitgeschichte, die Entstehung der Grenzen sowie die kommunale Entwicklung ab 1865. Weitere Beiträge über die Bauernhöfe, Kirchengeschichte, das Schulwesen, die Verkehrsentwicklung und den Werdegang der Siedlungen schließen sich an. 18 Spexarder Vereine und Gruppierungen stellen sich vor. Es folgt ein Beitrag über die Landschaft, Pflanzen und Tierwelt von Spexard. Die umfangreiche Festschrift enthält auch Markantes und Anekdoten aus und um Spexard und endet mit einem Kartenanhang. Die Festschrift konnte rechtzeitig zur Eröffnungsfeier fertiggestellt werden. Die Auflage von 1.500 Stück war bereits nach wenigen Monaten vergriffen, so dass ein Nachdruck veranlasst werden musste. Die Finanzierung der Vorhaben wurde ermöglicht durch Einlagen der größeren Vereine. Diese Beträge konnten mit hoher Verzinsung zurückgezahlt werden. In einem zähen Ringen gelang es, von der Stadt Gütersloh einen Zuschuss von 15.000 Mark zu erhalten. Durch viele kleine Spenden aus der Bevölkerung gelang es schließlich, das finanzielle Risiko weitgehend abzudecken. Zum Jahresende 1987 wurde ein Veranstaltungskalender herausgegeben, der durch Werbeanzeigen finanziert werden konnte. Alle Termine waren festgelegt und die Feierlichkeiten konnten beginnen.