Die Rettung und Umsetzung

 
Das Spexarder Bauernhaus wurde an der Lukasstraße wieder aufgebaut.

In Zusammenarbeit mit allen örtlichen Vereinen wurde im Dezember 1990 der Freundeskreis „Spexarder Bauernhaus“ gegründet. Alle hatten damals ein Ziel: Güterslohs ältestes Bauernhaus musste vor dem Verfall gerettet werden! Die Gütersloher Stadtverwaltung hat als Standort für das alte Bauernhaus die Fläche des Festplatzes parallel zur Lukasstraße gewählt, weil es am alten Standort an der Helmholtzstraße zu dicht an Wohnbebauung aus heutiger Zeit stand. Die Notwendigkeit der Umsetzung des Bauernhauses und die Beibehaltung der Denkmalwürdigkeit wurden vom Westfälischen Amt für Denkmalpflege anerkannt. Nachdem auch die Finanzierung durch das Land Nordrhein-Westfalen gesichert war, konnte 1993 mit den Arbeiten begonnen werden. Der Freundeskreis hat mit Vereinen, der Kirchengemeinde Bruder Konrad, dem Kulturamt der Stadt, der Volkshochschule Gütersloh und den Spexarder Grundschulen Gespräche geführt und der Stadt ein Nutzungskonzept vorgestellt. Danach soll das Bauernhaus für kulturelle Veranstaltungen mit heimatkundlichem Bezug zur Verfügung stehen.

Träger des Spexarder Bauernhauses ist der Heimatverein Spexard e.V., der mit der Stadt Gütersloh einen Nutzungsvertrag abgeschlossen hat. Die Betriebskosten sind von der Stadt Gütersloh zu tragen, da Einnahmen aus der Nutzung des Hauses nicht zu erwarten sind. Das Spexarder Bauernhaus ist mit Leben zu erfüllen und soll kein Museum mit „Spinnstuben-Romantik“ werden. Neben den Veranstaltungen der örtlichen Vereine sind auch Fachwerkkonzerte, Dichterlesungen, Vorführungen von Handwerk aus alter Zeit und Ausstellungen möglich. Natürlich steht das Haus auch Vereinen und Gruppen außerhalb des Ortsteils Spexard zur Nutzung offen. Private Veranstaltungen dagegen sind ausgeschlossen.



Letzte Änderung: 6. Januar 2021