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Die Chronik der Canisius-Schule

 
Die 1865 fertiggestellte Canisius-Schule in der Worth.

Im Volksmund ist die Schule besser als Weweler-Schule bekannt. Der langjährige Lehrer Hermann Weweler drückte der Schule für Jahrzehnte den Stempel auf. Die Regierung gab nicht ganz genau vor, was in der Schulchronik zu stehen hat. Aber wichtige Vorgaben wurden dennoch gemacht. Das natürlichste ist eine chronologische Darstellung, wie man sie allgemein in Chroniken findet. Das Titelblatt der Chronik der Schule zu Spexard behauptet zwar, sie sei angefangen am 1. Januar 1878, aber die erste Eintragung der uns vorliegenden Chronik ist vom 17. Oktober 1881. Und da heißt es: „Am heutigen Tage habe ich, Rich. Adrian, den Unterricht in der Schule zu Spexard begonnen. Die durch den Tod des Lehrers Biermann erledigte Lehrerstelle zu Spexard ist mir von der königlichen Regierung zu Minden vom 1. October 1881 definitiv übertragen.“ In der Folgezeit werden die Eintragungen von einem Lehrer Rohrbach gemacht. Das Grundstück für die Schule wurde am 30. Juni 1862 (Datum der Eintragung in das Grundbuch) vom Meierhof Künnepeter an die Katholische Schulgemeinde Spexard verkauft. Wichtige Informationen zur Schulgeschichte von Spexard finden sich in der Chronik vom Amt Reckenberg. 1863 wurden für Schulzwecke je drei Monate 190 Reichstaler aufgebracht. Nach einer Eintragung vom 26. Oktober 1864 wurden durch allerhöchsten Kabinetts-Beschluss aus Berlin ein Gnadengeschenk von 1.100 Reichtaler zum Bau einer zu 2.100 Reichstaler veranschlagten neuen Schule gewährt. Im Oktober 1865 wurde die Schule in Spexard vollendet ist der Chronik zu entnehmen. Nach den vorliegenden Angaben erscheint es so, dass die Gemeinde Spexard sowohl die Lehrergehälter als auch die Baukosten der neuen Schule bezahlten musste. Das Geschenk aus Berlin hat sicher geholfen das Projekt zu verwirklichen.

Klicken Sie auf die Bildergalerie, um nähere Infos zu den Bildern zu bekommen.

Die Schule wurde mit nur einem Klassenzimmer und einer Lehrerwohnung gebaut. Für den Bau einer Schulscheune verwendete man die Holzbalken der abgerissenen „Schulte-Schule“. 1907 kam ein Klassenraum hinzu. Die Canisius-Schule nahm bis 1927 alle Kinder der Gemeinde Spexard auf. Lediglich die Kinder, die nordostwärts der Dalke wohnte, besuchten die Schule in Avenwedde. Anfang 1960 standen nur zwei Lehrkräfte für 66 Schulkinder zur Verfügung, von denen der Hauptlehrer Weweler kurz vor seiner Pensionierung stand. In dieser Situation fasste der Gemeinderat 1962 den Beschluss, die Canisius-Schule aufzulösen und die Schüler der Josefschule zuzuweisen. Sie fürchteten nämlich den weiten Weg ihrer Kinder zur Josefschule. Diese Bedenken führten dazu, dass auch nach offizieller Schließung der Schule 1964 die Kinder der ersten Grundschulklassen bis 1968 in der im Volksmund genannten Weweler-Schule unterrichtet wurden. Der letzte Schulleiter, Hauptlehrer Hermann Weweler, war von 1921 bis 1966 als Lehrer in Spexard tätig. Heute ist im hinteren Teil des ehemaligen Schulgebäudes das Tierheim untergebracht, während die früheren Klassenzimmer der Portugiesischen Vereinigung zur Verfügung gestellt wurden. Ein Blick in die Chronik der Canisius-Schule verrät nicht nur etwas über die Schulformen und die Probleme der Lehrer von damals. Den Erweiterungsbau von 1896 empfanden die Lehrer als große Freude, Auch über ein Lehrerbesoldungsgesetz wird berichtet. Die großen Feiertage des Kaiserreichs werden notiert. Um Krankheiten geht es in der Chronik auch. Ein Kind hat ein Sprachgebrechen, ein Kind ist schon seit einem Vierteljahr im Gütersloher Krankenhaus wegen eines schlimmen Beines heißt es während des 1. Weltkriegs. Sogar Preise notieren die Lehrkräfte der Spexarder Schule. So berichtet Lehrer Grote vom November 1920: 1. Liter Petroleum 6 Mark, 1. Pfund Reis 6 Mark, 1 Ei 2 Mark. 1921 sieht es noch schlimmer aus. Ab 1932 haben sich die Chronisten der Schule nicht mehr die Mühe gemacht, in jedem Fall die Vorgänge handschriftlich festzuhalten. Nun tauchen immer wieder originale Zeitungsausschnitte auf. Über die Geschehnisse des dritten Reiches, oder dem Bau der Autobahn wird berichtet und auch über das Ende des 2. Weltkrieges in Spexard.

Der Blick in die Chronik der Schule zu Spexard ist auch eine Zeitreise durch die wechselvolle Geschichte von Spexard. Aus der kleinen bäuerlichen Landgemeinde um 1878 ist bis zum Ende der Chronik Mitte der 1960er Jahre eine Gemeinde mit mehreren tausend Einwohnern geworden.

Klicken Sie hier auf den Einband der Chronik und blättern Sie durch die Abschrift der Chronik im PDF-Format (10 MB):



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